Das Signal ist abends meist recht
stark und eignet sich somit gut für Empfangsversuche.

Das DRM-Spektrum liegt scharf begrenzt
symmetrisch zur 12KHz ZF-Mittenfrequenz und belegt im Gegensatz zu analogen Modulationsarten
jederzeit die gleiche Bandbreite.
Obwohl das Signal-Rauschverhältnis
(SNR) über 23dB liegt, kommt hier keine Audio-Decodierung zustande.
Ursache ist ein langsam driftender
Interferenz- bzw. Störträger, der im linken Teil des DRM-Spektrums sichtbar
ist.
Einige Minuten später hat sich
die Situation geändert; der Interferenzträger ist jetzt frequenzmässig
weiter (nach unten) gedriftet und befindet sich nun ausserhalb des DRM-Spektrums:

Jetzt ist störungsfreier Empfang
möglich, das SNR ist gleichzeitig auf über 28dB angestiegen.
Abschliessend noch einige technische
Hinweise:
Störungsfreier DRM-Empfang ist
ab einem SNR von etwa 13dB möglich.
DRM-Empfang ist immer dann gestört,
wenn sich ein gleichstarker bzw. stärkerer Träger innerhalb des DRM-Spektrums
befindet.
Starkes Fading (Schwund), welches
als wellenförmiges Muster wie oben innerhalb des Spektrums sichtbar ist, beinträchtigt
aufgrund der Robustheit des DRM-Modulationsverfahren den Empfang praktisch nicht.
Da die 2.ZF der DiRaBox 12KHz beträgt,
erstreckt sich das DRM-Spektrum symmetrisch zur 12KHz Markierung. Bei DRM-Empfang
übernimmt die DREAM-Software automatisch die Feinabstimmung & Zentrierung,
sobald ein empfangswürdiges DRM-Signal erscheint.
Die mit der DiRaBox-Steuersoftware
ControlPanel abgestimmte Frequenz wird in der spektralen Signaldarstellung immer
auf der 12KHz-Linie wiedergegeben.
Bei Analogempfang muss der Cursor
zur Wiedergabe dann auch entsprechend auf 10KHz gesetzt werden. Bedingt durch das
15KHz breite ZF-Filter werden alle Signale +/- 7.5KHz um die 12KHz-Markierung unverzerrt
wiedergegeben.